Seit Beginn der 1990er Jahre ist bei den österreichischen ArbeitnehmerInnen eine stetige Zunahme von stressbedingten psychischen Problemen zu verzeichnen:

  • 63% aller Arbeitsunfälle beruhen auf psychischem Stress (Europäische Agentur für Sicherheit am Arbeitsplatz);
  • die Häufigkeit der ärztlichen Verschreibung von Psychopharmaka stieg zwischen 2000 und 2005 um 30% (Hauptverband der Sozialversicherungsträger Österreichs);
  • als größte Gesundheitsgefahr dieses Jahrhunderts gilt Stressüberlastung (Erklärung der Weltgesundheitsorganisation WHO);
  • zwei Millionen Krankenstandstage in Österreich sind Resultat psychischer Belastungsreaktionen (Statistik Austria);
  • die häufigsten Gründe für Arbeitsunfähigkeit werden in den kommenden 15 Jahren internationalen Hochrechnungen zufolge Herz-Kreislauf-Defekte, Depressionen und Angstneurosen darstellen (WHO-Prognose).

Die Zahlen stammen aus einem Cover-Artikel des Nachrichten-Magazins "Profil" vom Sommer 2006. Es war nicht der erste überregionale Medienaufmacher dieser Art: Zwei Jahre zuvor befasste sich bereits Österreichs führendes Wirtschaftsmagazin "Trend" mit Burnoutproblemen von Unternehmensleitern und Managern. Im Oktober 2006 veranstaltete die US-amerikanische Webster-University in Wien ein wissenschaftlich hochkarätig besetztes Symposium internationaler Stress- und Burnoutforscher. Fachmedien abseits des Mainstreams öffentlicher Aufmerksamkeit berichten seit Jahren mit großer Regelmäßigkeit und Akribie von den neuesten Forschungsreisen ins gar nicht mehr so unbekannte Reich der "Ausgebrannten" und "Stressbeladenen".